============================================= DER KNAUSERER die 1. Online-Zeitung fuer Sparsame ============================================= Ausgabe 02/2006 Knauserer-Homepage: www.derknauserer.at ----------------------------------------------------------------------- Inhaltsverzeichnis: * Das Tony Robbins-Syndrom Persönlichkeitstrainer - brauchen wir das wirklich? (ein zynischer Blick auf dererlei Heilslehren von Eike) * Einkochen auch im Winter - Chutneys und scharfe Saucen * Arbeitskreis "Anders Leben" - hier könnt ihr aktiv mitmachen!! * Kalenderkult - nicht mit uns! * Kann man zuviel sparen? - Gedanken von Jeanette von Jeanette * Mit kleinen Tipps viel sparen ----------------------------------------------------------------------- In eigener Sache: Einige werden sich jetzt fragen, wo bleibt Knauserer 01/2006??? Ich kann euch beruhigen. Aus programmiertechnischen Gründen beginnt die Nummerierung der Ausgaben für das Jahr 2006 eben mit der Zahl 02. 01/2006 gibt es also gar nicht - ihr habt also nichts versäumt. ----------------------------------------------------------------------- * Das Tony Robbins-Syndrom Persönlichkeitstrainer - brauchen wir das wirklich? (ein zynischer selbstkritischer Blick auf dererlei Heilslehren von Eike) Wenn ihr euch also schon einmal Gedanken darüber gemacht habt, was ihr im Leben erreichen wollt und vor allem warum es noch nicht geklappt hat, dann seid ihr einem Herrn Robbins oder einem seinen Kollegen bestimmt schon begegnet. Wer um alles in der Welt ist denn dieser Herr Robbins, werden vielleicht einige fragen. Gut, er ist ein bekannter, hochdotierter Persönlichkeits- trainer - das muss jetzt aber wirklich reichen. Er schafft es dem eigenen Bekunden nach (ich hab nie eines seiner Trainings besucht, sondern nur seine Bücher gelesen), dass Menschen Ihre eingefahrenen Verhaltens- weisen loswerden und ein angenehmeres Leben führen. Klingt gut - oder? Ist es aber nicht - was Herr Robbins macht ist schlicht und ergreifend Manipulation. Er verspricht Hilfe nach einem bestimmten Muster. Zunächst erfahren Sie allerdings warum Herr Robbins so toll ist und was er alles geschafft hat. Das weckt Begehrlichkeiten. Wohlgemerkt, ihr wollt vermutlich praktische Lebenshilfe - der Trainer beschäftigt sich aber damit sich selbst zu beweihräuchern. Das kennt ihr aber schon (lang und reichlich -oder?): DU unten, ICH oben. Er ist der Macher der sich mit euch abgibt, ihr seid die Loser. Vereinzelt eingestreute Anekdoten helfen das Bild des bewundernswerten Herrn R. hochzuhalten. „Ich werde nie den Tag vergessen, als mir, wie aus heiterem Himmel die Erkenntnis dämmerte, dass ich meinen Traum wirklich lebte. Ich flog gerade mit meinem Jet-Hubschrauber von einer Geschäftsbesprechung in Los Angeles nach Orange County zu einem meiner Seminare“ Ergebnis: Wir wissen jetzt - er hat einen Hubschrauber (Toll) - er hält Seminare, hat also Leute die Ihm huldigen (noch toller) - er hat zunächst gar nicht daran geglaubt (wie bewegend) - er ist also schlicht und ergreifend TOLL „Als ich die Stadt Glendale passierte, fiel mir plötzlich ein großes Gebäude auf; ich drosselte die Geschwindigkeit des Helikopters und schwebte über der Stelle. Als ich hinunterblickte erkannte ich das Gebäude: Hier hatte ich vor knapp 12 Jahren noch als Pförtner gearbeitet.“ Zurück bleibt: Sie müssen es ihm gleichtun, um auch vom Pförtner zum Millionär (angenommen) zu gelangen, um glücklich und zufrieden zu sein. Allerdings: Er legt eine Messlatte an, die höchstens ein verschwindend geringer Teil der Menschen auch nur annähernd erreichen kann. Die Un- zufriedenheit (Ihre natürlich) ist vorprogrammiert. Diesen Trainern kommt idR nicht darauf an, dass man sein Ziel erreicht. Trainer werden für die Performance bezahlt, dafür, dass sie Hoffnungen und Illusionen an die Menschen verkaufen, die glauben sie zu brauchen. Das geht nur so lange die Menschen nicht zufrieden ihren Traum leben. Ich rate euch, schmeißt alle Lebenshilfewerke weg und fangt an endlich an mit eigenen Vorstellungen und Zielen zu arbeiten. Dieses „Gut geht’s dem der von anderen bewundert wird und dazu brauchst du ...“ ist nur die Neuauflage des Konkurrenzkampfes und Machtstrebens im täglichen Leben und dient lediglich dazu euch als * produktive Arbeitskraft (schaffe schaffe) * Konsumenten (Kauf Dir Dein Selbstwertgefühl, „Nur hier, nur heute und supergünstig“) * Abhängigen (von der Beurteilung anderer und vom Drogengleichen Wohlfühlrausch) zu gewinnen. Dabei wird ihnen ein paradiesisches Leben in Aussicht gestellt. Also jetzt arbeiten und dann später Paradies - kapiert?! Ob Reli- oder EGOgion - die Machart und das Ziel der Macher sind immer gleich. Wenn Sie allerdings die Lebenshilfewerke nutzen, um sich ein Bild davon zu machen wie das Spielchen geht - dann lest ruhig weiter (dazu sind sie sicher gut). Ach ja, ich habe angefangen nicht mehr zu lesen, sondern zu handeln ..... und es erscheint mir wahrscheinlicher, dass ich schon morgen MEINEN Traum lebe. ----------------------------------------------------------------------- * Einkochen auch im Winter - Chutneys und scharfe Saucen Nach fast 2 Monaten weißer Winterpracht entwickeln sich bei mir langsam Entzugserscheinungen. Es muss wieder eingekocht werden! Leider sieht es im Winter halt gar so schlecht aus mit billigem Obst und Gemüse, deren Einkochen sich auch auszahlen würde. Sauerkraut herzustellen, ist zwar lecker (Artikel zum Essigsauren einlegen folgt in näherer Zukunft), aber angesichts der Sauerkrautpreise eher als Service für die eigenen Geschmackszellen anzusehen. Was kann ich jetzt im Winter einkochen, was wirklich noch Sparpotential inne hat? Vor längerer Zeit hat mir unser "Sparsamer Meisterkoch" the-frugal-chef Jörg zwei Dateien mit wunderbaren Rezepten in dieser Richtung geschickt, die ich jetzt hier im Knauserer gerne auszugsweise veröffentliche. Wer nach dieser Lektüre richtig neugierig geworden ist, den verweise ich auf die ausführlichen Docs, die mir Jörg geschickt hat, die ich euch in den Dokumenten als Sambal_Olek.doc und als Chutney.doc zur Verfügung gestellt habe, Sambal Olek - manche mögen's scharf ********************************************* 500 gr. Tomaten, 1 rote Paprikaschote, 3 kleine rote Chilischoten, 1 kleine Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 2 El Öl, 2 Tl Galgantwurzel, 2 Tl Koriander, 1 El Tamarindenpaste Tomaten enthäuten, entkernen und kleinwürfelig schneiden. Paprika und Chili fein würfeln, Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Zwiebel und Knoblauch im Wok in Öl glasig braten. Paprika und Chiliwürfel dazugeben, alles vermengen und einige Minuten unter Rühren bei schwacher Hitze garen. Mit Galgantzwurzel, Koriander und Tamarindenpaste würzen, Tomaten einrühren und bei mittlerer Hitze zugedeckt etwa 30 Minuten schmoren. Heiß in Gläser füllen oder sofort verwenden. (Anm. d. Red.: Die Gewürze gibt es im Asia-Shop. Länger haltbar wird die Sauce, wenn man oben mit Olivenöl abdeckt.) Chutneys Chutneys sind süß-saure Variationen, die herrlich zu Gegrilltem schmecken und zum Teil ähnlich lange halten wie Marmeladen. Verhältnismäßig günstig ist im Moment Ingwer: Ingwer Chutney ***************** 300 g frischen Ingwer in feine Streifen geschnitten 300 g rote Paprika gewürfelt 250 g Gurke in geviertelt und in dicke Scheiben geschnitten 250 g Rosinen 250 g Zwiebel grob gewürfelt 4 unbehandelte Zitronen, längs halbiert und in dünne Scheiben geschnitten 1 l Apfelessig 500 g Gelierzucker 2 Tl Salz Alle Zutaten bis auf den Zucker und das Salz erst mal zum kochen bringen . 30 Minuten bei schwacher Hitze köcheln, den Zucker und das Salz unter- geben und weitere 30-45 Minuten köcheln lassen. Wenn es ausreichend dick geworden ist in sterilisierte Gläser füllen und für den besseren Ge- schmack mindestens 1 Monat ziehen lassen. Haltbarkeit: 2 Jahre Noch Kürbis im Haus - wie wäre es dann mit einem Kürbis Chutney ***************** 1,25 kg Kürbis geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten 75 g Äpfel, grob zerkleinert und geschält 75 g frischen Ingwer in Streifen 3-4 rote Chilischoten 2 El gelbe Senfkörner 2 El Schwarze Senfkörner 1 l Apfelessig 500 g brauner Zucker 1 El Salz Alle Zutaten außer den Zucker und das Salz vermischen. Zum Kochen bringen und 20 -25 Minuten schwach kochen lassen bis der Kürbis weich ist. Den Zucker und das Salz unterrühren und ca. 1 Stunde unter öfteren Umrühren kochen lassen bis das Chutney dick geworden. Und ab geht's in Gläser und genießen erst in einem Monat, gell! Haltbarkeit: 2 Jahre und wer noch kleine saure Äpfel im Haus hat: Apfel Chutney **************** 1,25 kg unreife Äpfel, geschält in groben Würfeln 625 g Zwiebeln grob gehackt 2 unbehandelte Zitronen in halbe Scheiben geschnitten 300 g Rosinen (muss nicht sein) 2 Knoblauchzehen gehackt ½ l Apfelessig 400 g brauner Zucker 1 El Salz je 1 Tl gemahlener Ingwer, Zimt und Kurkuma (Gelbwurzel) Äpfel mit Zwiebeln, Zitronen, Rosinen, Knoblauch und dem Essig aufkochen und 20 Minuten köcheln lassen. Zucker unter Rühren auflosen und nochmals 30 -45 Minuten kochen lassen bis das Chutney wieder mal dick geworden ist. Salzen und Gewürze zufügen und ab damit in die bekannten Gläser. Natürlich wieder 1 Monat ziehen lassen. Haltbarkeit 1 Jahr In der Datei in den Dokumenten gibt es noch traumhafte, etwas aufwändigere Rezepte für ein Exotisches Früchte Chutney, ein Rotes Tomaten Chutney und ein kurz haltbares Zwiebel-Chutney. Da möchte man doch gleich den Griller auspacken. In der Chutney-Datei gibt es auch noch Dips zum Grillen oder für Fingerfood, die man auch günstig selber herstellen kann und so auf die teuren, synthetischen Grillsaucen (die mit dem vielen Fett) verzichten kann: Avocado-Dip *************** 1 reife Avocado, 1/2 Zitrone, 1 Knoblauch-Zehe, Chili-Pulver, Meersalz (gegebenenfalls jodiert), 4 EL Sahne Avocado schälen und mit Zitronensaft, zerdrückter Knoblauch- Zehe, Chili-Pulver, Salz und Sahne pürieren. Kühl stellen. Bohnen-Dip ************** 150 g gekochte rote Bohnen, 2 EL Olivenöl, 1 Glas Tomatemsaft, 1 Prise Vollzucker, Meersalz (ggf. jodiert), Cayennepfeffer, 2 grüne Peperoni Bohnen mit Öl und Tomatensaft pürieren und mit Vollzucker, Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Kleingehackte Peperoni unterrühren. Weitere Rezepte für Dips in der Chutney-Datei! Gutes Gelingen. +++++++++++++ Im Knauserer 02/2006 möchte ich wieder eine längere Reihe starten und zwar mit dem Titel Convenience Food für Knauserer. Neulich fuhr ich mit meinem Auto nach Hause und überholte dabei eine Handvoll Schüler, die alle (!) Fertigpizzas unter ihren Armen trugen. So wenig Zeit können nicht mal moderne Hausfrauen und -männer haben, als dass man die Kinder kollektiv mit Fertigpampe ernährt, die a) ernährungstechnisch schlecht ist und b) SAUTEUER. Also habe ich mir die Frage gestellt, ob man sich Pizzas, Tief- kühlmenüs, Fertigsaucen, Fertigbackteige etc. nicht selber machen kann - billig, aber mit den Vorzügen der Fertignahrung = schnell fertig, leicht zu kochen, haltbar. KLAR GEHT DAS!!! Deshalb also diese neue Reihe, die ich mit der nämlichen Pizza beginnen möchte. ----------------------------------------------------------------------- * Arbeitskreis "Anders Leben" - hier könnt ihr aktiv mitmachen!! Der Knauserer unterstützt immer wieder gerne neue Ideen und Gruppen mit ähnlich gelagerten und vielleicht doch sehr unterschiedlichen Ziel- setzungen und Anschauungen zum Thema. Eine solche Bereicherung der Themenvielfalt ist der Arbeitskreis "Anders Leben" mit seinen enga- gierten Gründern. Hier eine kurze Vorstellung inkl. der herzlichen Einladung kräftig mitzu- machen: ****************************************** Anders Leben" ist ein neuer offener Arbeitskreis in der Offenen Uni Berlins (http://www.offeneuni.tk). Wir möchten Ideen sammeln, neue entwickeln zum Thema "Anders Leben", d.h. Möglichkeiten zu finden, weniger von Geld abhängig zu sein, um z.b. weniger arbeiten gehen zu müssen und sich so mehr auf die eigene Selbstverwirklichung konzentrieren zu können. Thematisch soll es von schon vorhandenen Möglichkeiten eines anderen Lebens, wie z.b. Kommunen, Kooperativen, ... hinzu Umsonstökonomien und "umsonst leben" gehen. Das Ganze soll weniger theoretische Arbeit sein, sondern eine Suche nach praktischen, umsetzbaren Möglichkeiten, bei denen man sich nach Möglichkeit dem wirtschaftlichen Sachzwang von Geld zu entziehen versucht. Das Projekt wird in Form eines "Mitmachwikis" realisiert. Ein Wiki ist eine Internetseite, die von jede/m frei bearbeitet werden kann. Das hat den Vorteil, dass man - anders als zB in einem Forum - seinen eigenen Gedanken freien Lauf lassen kann. Unser Wiki befindet sich auf http://www.anders-leben.tk (die Eingangseite einfach überklicken!!). Wir würden uns freuen, wenn auch Leute, die nicht in Berlin wohnen und teilnehmen können, diese Möglichkeit der Mitarbeit wahr- nehmen würden. Genaueres unter http://www.anders-leben.tk nächster Termin: 7.2.2006 20.15 uhr, offene uni, berlin ****************************************** Weitere Termine entnehmt ihr unserer Homepage und dem Knauserer- kalender. ----------------------------------------------------------------------- * Kalenderkult - nicht mit uns! Das Thema hätte natürlich besser in einen Jännerknauserer gepaßt, aber ich halte es dennoch an der Zeit sich über Kalender Gedanken zu machen. Anlaß dazu war für mich a) der neue Swarovski-Kalender, der wieder üppig, prächtig, überdimenssioniert, exquisit und vor allem sauteuer ausgefallen ist und b) die Kosten für diese Filofax-Ein- lagen, nur weil ein neues Jahr beginnt. Dabei muss man doch für Kalender keinen Cent aufwenden ... und man kann aus alten Kalender etliches Nützliches noch basteln. Hier die besten Spartipps zum Thema Kalender: GRATIS oder BILLIG AN NEUE KALENDER KOMMEN - manche Geschäfte, Banken schenken Kalender her. Bei Preisen von einigen Euros für gekaufte Kalender lohnt es sich sogar, mehrere Geschäfte abzuklappern. Meiner ist von der Firma Spar und reicht für meine wenigen Einträge. Den Geburtstagskalender habe ich aus einem Spielwarengeschäft als Werbegeschenk. Einfach ab Mitte November AUGEN OFFEN halten. - Oft sind Kalender auch Weihnachtsgeschenke von Firmen. Es lohnt sich, seinen Kalenderwunsch in der Firma kurz vor Weihnachten im zuständigen Sekretariat anzubringen ("Geh, legt's für mich doch auch einen auf die Seite"). - Ebenfalls lohnt es sich im Dezember und Jänner die Altpapierkon- tainer auf Kalender hin zu inspizieren - hier gilt - wer suchet der findet. Vor allem Firmenkalender landen zuweilen gerne im Müll. - wer aber ein edles Stück will, sollte bis Ende Jänner warten, wenn diese zum Spottpreis hergeschenkt werden. - Besonders schöne Kalender kann man ein weiteres Jahr ver- wenden, wenn man am PC die Monate (Wochentag / Datum / Feiertag) ausdruckt und über den alten Bereich klebt. - im Internet gibt es auch Gratiskalender: http://www.wortimbild.de/cshop/index.php ALTE KALENDER RECYCLEN - Werft die ganz schönen Kalender nicht weg, sondern entfernt nur die Jahrzahl - in ein paar Jahren stimmt er dann wieder. Funktioniert natürlich nur, wenn die Jahrzahl nicht überall runterleuchtet. Ich hatte einen irre schönen Kalender, den ich schon zum zweiten Mal ver- wenden konnte. - Geniale und kostenlose Notiz"bücher" sind zB ausgediente Steh- kalender. Sie verfügen meist über eine Spiralbindung, haben eine Kartonstabilisierung (-> "Buchdeckel") und eine ordentliche Papier- qualität. Einfach die Stehhilfe durchtrennen und fertig. - bei Tageskalendern: Blätter, die hinten nicht beschrieben sind, als Notizzettel verwenden (gilt natürlich das ganze Jahr über) - nicht nur bei Tageskalendern: die Rückseite lässt sich u. U. auch als besonderes Briefpapier verwenden, d. h. eine Seite Bild, andere Seite Brieftext - natürlich kann man schöne Kalenderblätter als Bilder aufhängen - bei größen Bildkalendern kann man manchmal die Blätter noch als Geschenkpapier verwenden (wenn sie nicht zu steif sind) - Aus größeren Bildkalendern kann man auch mit etwas Geschick Papiertaschen falten, die sich zum Verpacken von Geschenken oder Mitbringseln eignen. - meistens bei Streifenkalendern: Sind kleinere Bilder bis zu Postkarten- format vorhanden, so kann man diese ausschneiden und auf eine einfache Doppelkarte (evtl. selbst aus Karton zuschneiden und falten) aufkleben, ergibt eine schöne Grußkarte. Wenn die Bilder kleiner sind als eine Postkarte, passt dazu noch ein schöner Spruch - Je nach Größe gibt so ein alter Kalender auch eine gute Schreibtisch- unterlage ab. Die Rückseiten haben eine Menge Platz für Notizen.... - als Bucheinschlagpapier (z. B. bei Schulbüchern) verwenden - Lesezeichen daraus schneiden. Braucht man immer. - Briefumschläge daraus machen. Einfach mal einen alten Briefum- schlag aufschneiden und als Vorlage nehmen. Sieht, je nach Kalender, prima aus und kommt super an. Anschriftenfeld wird dann aufgeklebt. - Die Bilder eignen sich genau so gut zum Bekleben von Kartons, um im Schrank, auf dem Regal Ordnung zu halten oder aneinandergereiht als Ersatz für eine Tapeten-Bordüre. -Stehkalender oder Kalender-Bücher (neu) sind praktisch bei Vorträgen, wo man meist auf dem Schoß mitschrieben muss. Der Karton gibt eine ideale feste Unterlage ab. Ach ja, eine kleine Erwähnung sollte hier noch der Knausererkalender wert sein, der euch das ganze Jahr auf interessante Veranstaltungen zum Thema "Sparen" etc. hinweist. Wer selber auf Veranstaltungen hin- weisen möchte, der kann Einträge selber (bisweilen ohne eigenes Passwort) eintragen. ----------------------------------------------------------------------- * Kann man zuviel sparen? - Gedanken von Jeanette Durch Hausbau und zwei Kindern und zeitweiliger Arbeitslosigkeit - zu genau der gleichen Zeit - haben wir gelernt, sorgsam mit unserem Einkommen umzugehen. Im Nachgang betrachtet bereuen wir diese Zeit nicht im geringsten! Zu dieser Zeit sind uns die Bücher der beiden Holländer in die Hände gefallen, die eigentlich der Anfang von allem waren. Mit dem Einkommen auszukommen und dabei noch zu sparen haben wir uns seither auf die Fahnen geschrieben. Da es geklappt hat zeigt, dass wir jetzt nach acht Jahren ein schuldenfreies Häuschen haben, worauf wir besonders stolz sind. So eine eingesparte Miete ist viel Wert in der heutigen Zeit. *********** Der Weg dorthin fing bereits während der Bauphase an. Sei es nun, mit Zulieferern handeln und wenn es nur um ein-zwei Euro für einen Quadratmeter Fliesen ging oder um die kostenlose Anlieferung von etlichen Kubikmetern Holz oder Steinen. Hier hat sich bewahrheitet, dass ein Euro am Ende "viele" Euros ausmachen. Auch hat sich gezeigt, dass man nicht immer das billigste Angebot wählen sollte. Das kann einem am Ende ganz schön teuer kommen. Was habe ich von vermeintlichen billigen Holztüren aus Osteuropa, wenn die sich nach zwei Jahren Heizungsluft verziehen und nicht mehr schließen lassen? Hilfreich beim Sparen in den letzten Jahren war nicht nur der stetige Preisvergleich sondern auch unsere Einstellung zu DEFEKTEN SACHEN. Zeigt sich z.B., dass ein Artikel defekt ist, sollte man zuallerst in dem Geschäft nachfragen, wo es gekauft wurde. Oftmals ist man hier bereit, kostenlos auszutauschen. Oder einen Rabatt zu gewähren bei Neukauf. Jüngst machten wir die Erfahrung mit einem VELUX-Rollo fürs Dachfenster, das Stück seinerzeit für gut 45 Euro. Wir haben vier Stück eingebaut. Drei funktionieren seit sechs Jahren tadellos! Eines gab jedoch den Geist auf. Hier half der Hersteller prompt mit einem Ersatz-Rollo aus. 45 Euro gespart! Daher der Tip, vor einem Neukauf alle möglichen Wege austesten, wie der Artikel repariert oder umgetauscht werden kann. Peinlichkeit ist hier fehl am Platze, hat sich doch in den letzten Jahren gezeigt, dass der Konsument zum "Versuchskaninchen" mutierte, weil der Hersteller ein Produkt, welches noch nicht endgültig ausgereift war, auf den Markt gebracht hat. Hilft der Verkäufer im Geschäft nicht weiter, kommt man auf jeden Fall beim Hersteller weiter. Bewährt hat sich auch, zu überlegen, ob man einen Artikel unbedingt kaufen muß. Hier stell ich mir erstmal vor, was ich investieren muß, um ihn zu kaufen. Zum einen fährt man ins Geschäft, verbraucht Bezin. Ist es ein Großmarkt, fallen einem auf Garantie noch andere Produkte in die Hände, die man/frau gar nicht kaufen will! Das wäre ärgerlich. Daher sollte hier immer gelten: eine Nacht drüber schlafen u. überlegen, ob man den Artikel überhaupt braucht. Ich kann aus Erfährung sagen, dass sich in den meisten Fällen ein Ersatz auftut und man den Artikel gar nicht mehr kauft. Eine Freundin von mir wohnt auf einer Insel. Zwei Stunde vom Festland entfernt. Die Einkaufsmöglichkeiten dementsprechend dürftig und fernab. Wie gut wäre es für manch einen, wenn er auf einer Insel wohnen würde? 8-) Zuallerletzt möchte ich noch den Punkt ansprechen: wofür sparen wir überhaupt? Hier ist jeder selbst gefordert. Tut er es für die Kinder, für einen größeren Urlaub, für ein eigenes Haus oder für die Altervorsorge? Ich plädiere für alle Punkte. Gerade die Altervorsorge wird von manch einem unterschätzt. Ist der Beitrag auch noch so klein, sollte man hier nichts auf die lange Bank schieben. Nur ein Punkt will mir immer nicht so recht in den Sinn: sparen für den Kosum. Ich finde, es gibt schon so viele Sache die unnötig in der Welt herumgeistern und wie wenig hat man am Ende davon? Sicher hat hier jeder eine andere Vorstellung. Jedem das seine. Ich für meinen Teil kann z.B. mit Digitalkameras, MP3-Playern und der soundsovielten XY-Box u.-Spielkonsole nichts anfangen. All diese Dinge sind Ersatz für Menschen, mit denen zu kommunizieren manch einer besser dran wäre. Vor gut drei Wochen gab es beim Aldi einen MP3-Player, der zig Funktionen inne hatte. U.A. konnte er sage und schreibe 20.000 Bilder speichern! Da gibt es Navigationsgeräte für 399 Euro, wo ein Auto-Atlas einen Bruchteil davon kostet. Fazit: zu viel kann man sicher nicht sparen. Man muß nur gucken, wo es für einen am sinnvollsten ist. ----------------------------------------------------------------------- * Mit kleinen Tipps viel Sparen: AUSSPRUCH DES MONATS: "Wer für Fleisch so viel bezahlt wie für Hundefutter, darf sich nicht wundern, wenn er Hundefutter bekommt." (von den deutschen Grünen) ALTPAPIER: Wenn ihr mal jemanden in einer Altpapiertonne wühlen seht, das bin ich. Wenn ich mit meinem Paketchen zum Container fahre, dann werfe ich immer noch einen Blick hinein - lohnt sich immer. Mal sind es Frauenzeitschriften (in denen sich immer wieder gute Tipps finden), mal ist es eine Heimwerkerzeitung und wenn man besonderes Glück hat, dann findet man auch noch Bücher. KALTES WASSER: Es ist eigentlich nur eine einfache Angewohnheit, die aber auf die Dauer schön Geld spart: Kaltes Wasser ist billiger als warmes Wasser. Schließlich muss dieses ja erhitzt werden. Dreht also nur das kalte Wasser auf, um die Hände zu waschen. Pro Liter sparen man so ca. 0,5 Cent. BILLIG BASTELN: Wem es jetzt entschieden zu kalt ist hier zur Erinnerung ein paar Bastelseiten, die mit Materialien arbeiten, die nur sehr wenig kosten: Papiermodelle http://www.racepaper.de/ http://www.ne.jp/asahi/paper-m/yasu/2art_w/e_top.htm http://www.bastelbogen-online.de/ Basteln mit Abfall http://www.recyclingbasteln.de/ (auch bei den Links stöbern!!) GRATIS TELEFONAUSKUNFT IN DEUTSCHLAND: (Ein Tipp von Bernd) Telefonauskünfte können mitunter sehr teuer sein. Für Deutschland gibt es jetzt eine gratis Auskunft, die mit Werbung finanziert wird. Man ruft dort an und muss sich ca. 10 Sekunden Werbung anhören, dann wird man zur Auskunft weitergeschaltet. Zum Testen unter der Rufnummer: 0800 34 36 855 ----------------------------------------------------------------------- Leserbriefe zum Knauserer 12/2005: Isabel schickte mir zum Thema Weihnachten einen interessanten Buch- tipp: > Was Spartipps zu Weihnachten angeht, ist für mich das (englisch- sprachige) Buch "Simplify your Christmas" von Elaine St. James eine wahre Goldgrube. Ich habe es schon mehrfach gelesen und finde immer wieder Inspirierendes zum Vereinfachen darin. (Anm. d. Red.: Habe ich auch in die Produktempfehlungen aufgenommen). Margitta hat so ihre eigene Technik zum Thema Wohnsack: Was die Wohnmäntel anbetrifft, so erscheint mir das sehr viel Aufwand. Man kann im Hause warme Pullis anziehen, oder am besten Unterhemden mit langen Armen, und zwei nicht ganz so dicke Pullis übereinander - ist wärmer als ein dicker und nichts eng Anliegendes drunter. [...] Zum Rumgammeln nehme ich immer dünnere Wolldecken, die ich so einschlage, daß sie nicht auf dem Boden schleifen und wickele sie mir wie einen Wickelrock um die Taille, darin kann man sich ganz gut bewegen. Beim Lesen oder Fernsehen schlüpfe ich dann noch eine zusätzlich unter eine wärmere Decke und wenn ich wirklich friere, mach ich mir noch eine kleine Bettflasche. Bernd zum Thema "Heimwerkergeräte": Rätst du jetzt zu Produkten von Makita oder Snap o tools? Da kostet ein Akkuschrauber ab 100,00 Euro Die Behauptung das Billig-Akkuschrauber nichts taugen ist schier unwahr!! Ich selber betreibe eine Karosseriebauwerkstatt in der nur „ billig Akkuschrauber“ gebraucht werden.Durchschnittspreis 15,00 Betriebsdauer in der Regel über 15 Monate ( bei ca. 2 Std. Gebrauch täglich ) Eine von dir erwähnte Maschine gibt es ab 100 Euro und was soll ein Homeschrauber mit so einem Teil?? Auch spiegelt dein Artikel die Nichtkenntnis zu ALDI-Produkten wider. Ich selber besitze mehrere Akkuschruber von Makita etc. und auch einen Schrauber von Aldi den ich bereits seit 2 Jahren benutze. Und zum Thema Kundendienst? Meinst du wirklich es lohnt sich einen Markenschrauber reparieren zu lassen? Eher bekomme ich von Aldi einen neuen Schrauber als ein sogenannter Markenhersteller mir etwas kostengünstig repariert!! (Anm. der Redaktion: wahrscheinlich tut's so ein Billigschrauber für die paar Schrauben wirklich! - Danke für den Hinweis) ----------------------------------------------------------------------- Für den Knauserer 02/2006 sind folgende Themen geplant. Ich werde diese Themen im Diskussionsforum auch zur Diskussion stellen. E-Mails mit euren Tipps und Meinungen sind aber auch herzlich willkommen. * Wann ist man arm? * Convenience food für Knauserer: die Tiefkühlpizza selbst gemacht * Alternativen zum Konsumismus - neue spannende Links * Entsaften für zuhause * Recyclingbasteln: supermoderne Tetrapaktaschen * Mit kleinen Tipps viel sparen Forum: http://www.derknauserer.at E-Mail: mailto: info@derknauserer.at ----------------------------------------------------------------------- Impressum: Der Knauserer ist ein kostenloses E-Zine, das ca. 12mal jaehrlich erscheint. Herausgeber: Michaela Brötz, info@derknauserer.at - www.derknauserer.at